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Compliance - ein Buch mit sieben Siegeln?

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Compliance - ein Buch mit sieben Siegeln?

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Compliance umschreibt heute die Erfüllung bzw. Konformität mit staatlichen Restriktionen, Regeln und Spezifikationen sowie mit ethischen und moralischen Grundsätzen, aber auch mit Standards und Richtlinien wie bspw. die ISO-Standards (International Organization for Standards).

Compliance kann zum einen auf Zwang, wie beispielsweise im Falle von gesetzlichen Vorgaben, und zum anderen auf fakultativem Einhalten von Standards und anderen Bestimmungen beruhen.

Die deutsche Übersetzung versteht Compliance als Verhalten in Übereinstimmung mit und Einhalten von rechtlichen sowie regulativen Vorgaben.

Internationale Rechtsentwicklungen und eine Flut an (neuen) Regularien in den letzten Jahren, wie z.B. die DSGVO oder die NIS-RL, der neue Untreue-Tatbestand und Verschärfungen im Kapitalmarktrecht mit ihren nationalen rechtlichen Spezifika, die die Unternehmen und deren handelnde Personen vor neue Herausforderungen stellen, aber auch schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen haben das Risikomanagement von Unternehmen ins Rampenlicht gerückt.

Compliance-Systeme als Teil des Risikomanagements, eingebettet in das Three-Lines-of-Defense-Modell (kurz: TLoD), tragen dazu bei, die Wahrscheinlichkeit von Rechtsverstößen durch MitarbeiterInnen des Unternehmens so gering wie möglich zu halten. Das ist ja alles ganz nett, wenn größere Unternehmen hierfür Personal aufnehmen können.

Doch was bedeutet dies für kleine und mittlere Unternehmen, ganz zu schweigen von Einzelperson-Unternehmen, die sich zusätzliche Personalressourcen nicht leisten können und trotzdem die gestellten Anforderungen bewältigen müssen?

Genau diese Fragen hatten die Vortragenden und unser Vorstandsmitglied Wolfgang Keck dazu bewogen, diese Konferenzreihe ins Leben zu rufen. Wir hoffen, dass wir Ihnen hiermit Tipps und Tricks für den beruflichen Alltag mitgeben können.

Unser Dank gilt hier insbesondere der Sigmund Freud Privat Universität Wien und ihrem Vizedekan Herrn Univ.-Prof. Dr. Konrad Lachmayer für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Autoren: Wolfgang Keck und Dr. Karin Liebl

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Dr. Kathrin Hornbanger, Heid & Partner Rechtsanwälte, stellte das Thema Compliance & Procurement aus Auftragnehmersicht in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Öffentliche Beschaffungsvorgänge sind komplex und fehleranfällig. Für KMU bedarf es entsprechender Kenntnisse am besten in Form von laufenden Schulungen, um die Potentiale öffentlicher Aufträge zu nutzen. Die Transparenz wurde durch das BVergG 2018 noch erhöht. Compliance ist eine Chance, dem Auftraggeber darzulegen, dass der Bieter zuverlässig ist.

 

 

Prof. DDr. Alexander Petsche, Baker McKenzie, referierte zur Frage des Zusammenspiels zwischen Compliance und Corporate Governance und ob Compliance auch eine Bedeutung für KMU hat. Hierbei erläuterte an mehreren Fallbeispielen, dass sich gerade eigentümergeführte KMU um ein Vielfaches leichter als größere Unternehmen bzw. Konzerne darin tun, Compliance Richtlinien einzuführen und auch erfolgreich umzusetzen.

 

 

Dr. Markus Fally, CRMA, diplomierter Interner Revisor, Governance und Compliance, beschäftigte sich im speziellen mit der Bedeutung der Compliance für KMU & EPU. Die wesentliche Herausforderung für KMU & EPU, besteht darin, wie Governance-Anforderungen, das immer enger werdende normative Korsett, Challenges in der VUCAWorld und eine antizipative Risikoprävention im „Hamsterrad“ des operativen Tagesgeschäfts von den KMU/EPU effektiv und effizient bewältigt werden können.

 

 

Mag. Rudolf Schwab, MBA, Certified Compliance Professional, Vorstandsmitglied des Verbandes Österreichischer Compliance-Officer, führte in die Compliance Begriffswelt ein und befasste sich mit den Grundelementen eines Compliance Management Systems sowie mit der Bedeutung einer Integritätskultur für dessen Wirksamkeit. Er führte aus, dass die richtige Implementierung solch eines Systems den rechtssicheren Marktzugang in schwierigen Märkten ermöglicht und durch die Prävention und bessere Aufdeckung von Compliance Verstößen als Schutzschild gegen Haftungsrisiken wirken kann.

 

 

Dr. Manfred della Schiava, Geschäftsführer, Präsident des Verwaltungsrates, Wissensberater International AG, betonte in seinen Ausführungen, dass die modernen Wissensmanagement-Methoden und deren Werkzeuge für den Bereich der Compliance heutzutage sehr nützlich sind, um die immer unüberschaubare Anzahl von Regeln im Wirtschaftsleben im Auge zu behalten. Es ist wichtig, dass im Bedarfsfall die richtigen Regeln zur richtigen Zeit am richtigen Ort angewendet werden. Ebenso erfordert die hohe Dynamik des Ökosystems eine ständige Reflexion der Regeln.

 

 

29 11, 19

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